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Die
Sinne ausgetrickst
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Wir
hatten bereits in mehreren Kapiteln
die Matrix vorgestellt und uns darüber Gedanken gemacht was ist,
wenn
die Welt in der wir Leben, alles nur Schein ist.
Und nicht nur dies, sondern von einer künstlichen Scheinwelt, die von Menschenhand kreiert wurde, damit wir konsumieren und billige Sklaven sind, für jene die davon profitieren. Nun war immer wieder die Frage, ob so etwas überhaupt technisch möglich sei. In dem Bericht "Virtuelle Scheinwelten" unter der Rubrik -Neue Technik- stellten wir bereits ein Teil der möglichen Technik vor, die uns heute zur Verfügung steht. Es geht aber noch weiter, denn die Technik der "virtuellen Scheinwelt" wird von Hollywood täglich eingesetzt, ohne das wir dieses immer in den Filmen mitbekommen. Da diese Technik meistens 20-30 Jahre inoffiziell bekannt ist, fragen wir uns nun, wie weit sind wir von der geschaffenen virtuellen Matrix entfernt? Sind jene Funktürme, die zur Zeit, in Deutschland, alle 5 bis 10km aufgestellt werden, wirklich nur für das telefonieren da oder steckt mehr dahinter? Im Golfkrieg wurde auch den irakischen Soldaten eine holographische Scheinwelt präsentiert, daß ihnen glauben machte, das dort menschliche Soldaten der Amerikaner aufmaschieren würden. Das Resultat war erfolgreich, denn jene irakischen Soldaten ergaben sich einem sehr kleinen Trupp amerikansicher Soldaten, die sie hätten leicht besiegen können. Nun wollen wir schauen, was offiziell die Technik aus Hollywood alles präsentieren kann, mit ihrer "virtuellen Scheinwelt". die WFG-Schriftleitung |
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Quelle: Cinema 8/01 August "In großem Stil
begonnen hat die digitale Schummelei 1993 in "Forrest Gump", in dem Tom
Hanks einem eingeblendeten John.F.Kennedy
die Hand schüttelt. Als nächster Schritt folgte am
Domino-Rechner die Multiplikation von Statisten, um Massenszenen
kostengünstiger drehen zu können. Längst werden
auch die großen Stars bei
schwierigen Stunts digital gedoubelt, ohne dass es dem Zuschauer
auffiele.
"Digitale Stuntmänner benutzen wir jeden Tag, aber wir reden nicht
darüber", flüstert Hans Uhlig, Technical Directors in George
Lucas Effektschmiede Industrial Light & Magic (ILM).
Bei den Dreharbeiten zu Wolfgang Petersens Seenotdrama "Der Sturm" sollte ursprünglich ein Stuntman George Clooney in jener Szene ersetzen, in der er bei tosendem Orkan außen am Boot eine Kette los schweißt. "Nachdem sich unser Stuntman in den Warner-Studios dabei den Kopf stieß, entschieden wir, daß dieser Einsatz zu gefährlich für ihn ist." Stattdessen wurde George Clooneys gesamter Luxuskörper bei ILM eingescannt und für die Szene entsprechend animiert. Für die Untergangssequenzen der "Titanic" gab James Cameron in seiner Firma Digital Domain gleich mehrere Dutzend virtuelle Charaktere in Auftrag, die im Film über das Deck des zerschellten Ozean-Liners rutschen. Für diese Computertricks verantwortlich zeichnete unter anderem Andy Jones, der bei "Final Fantasy" die Animationsregie führte. Inzwischen verfügt James Camerons Unternehmen über ein ganzes Archiv virtueller Kleindarsteller. Auch in "Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung" wurden digitale Akteure im Hintergrund eingesetzt. "Es war ihnen überhaupt nicht anzusehen, daß sie keine echten Menschen sind", sagt Hans Uhlig, der für ILM "Star Wars" betreute. "Diese digitalen Darsteller sind zwar keine vollwertigen Akteure mit Sprechrollen, aber sie bewegen sich genauso real wie richtige Schauspieler. Roland Emmerich ließ in "Der Patriot" ganze Armeen virtueller Soldaten aufmaschieren. Seine Postproduktionsfirma Centropolis FX entwickelte eine Spraying-Software, die den geklonten Soldaten per Zufallsgenerator automatisch individuelle Attribute wie dick, dünn, stehend oder laufend zuordnete."
Dazu noch ein Zitat von Hans Uhlig, Technical Director bei ILM, daß wohl für sich selbst spricht, " Wir können jetzt digitale Schauspieler erzeugen, die Emotionen und Seele besitzen. Im Prinzip sogar einen Tom Cruise, ohne daß jemand den Unterschied bemerkt." |
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