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Überwachung
per Funktelefon (Handy) |
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Überwachung nur eine Verschwörungstheorie oder doch mehr? Wir denken, nach diesem Bericht werdet Ihr ein bißchen mehr skeptisch gegenüber der modernen Technik sein. die WFG-Schriftleitung |
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(Quelle: freenet.de vom Oktober 2001) Per Handy überwachen Der technische Fortschritt in
der Kommunikationselektronik verwirklicht immer
mehr Funktionalitäten, die einst militärischen Anwendungen
vorbehalten
waren. So bietet etwa das Handy-Überwachungstool
"Phonetracker",
der Firma "PC Funk GmbH Ortungssysteme", vielfältige
Möglichkeiten
sensorischer und akustischer Fernüberwachung. Der
Adapterstecker
für Siemens und Nokia Handys eignet sich als Ersatz von
Alarmanlagen
und Ortungsgerät. In den 4,5 Zentimeter großen
Phonetracker
ist ein Mikroprozessor integriert.
Das Gerät läßt sich im Auto verstecken und informiert den Besitzer, wenn sich jemand an dem Wagen zu schaffen macht. Der im Phonetracker integrierte Erschütterungssensor registriert die Bewegung des Objektes und sendet daraufhin einen Text per SMS an ein Mobiltelefon oder einen Festnetzanschluß. Ist das Fahrzeug doch gestohlen, läßt es sich über einen webbasierten Handy-Ortungsdienst innerhalb von Ortschaften lokalisieren, allerdings nur auf einige 100 Meter genau. Eltern können über die gewöhnlichen Aufenthaltsorte ihres Kindes eine selbst definierte Schutzzone legen, deren Größe vom Standort, der Reichweite und der Auswahl der verfügbaren Funkzellen eines Mobilfunknetz-Betreibers abhängt. Verläßt das Kind die Schutzzone, weil es etwa bei einem Fremden mit ins Auto gestiegen ist, alarmiert das Gerät die Eltern per SMS oder durch einen Anruf. Mit dem Überwachungstool lassen sich auch die Geräusche in der Umgebung des Phonetrackers abhören. Dazu schickt der Nutzer an das Gerät eine SMS, mit der Botschaft, daß beim folgenden Anruf kein Klingelton ertönen soll. Darauf wählt er die Nummer des Handys, der Phonetracker schaltet auf Empfang und ermöglicht das Abhören von Worten und Geräuschen. An der Funktionalität des Geräts scheiden sich die Geister, da sie dem Mißbrauch beim Überwachen viele Möglichkeiten eröffnet. Das kommerzielle Potenzial der auf der so genannten MPS-Technologie (Mobile Positioning System) basierenden Funktionalitäten ist nahezu unbegrenzt. Kinos, Theater und andere Veranstalter könnten etwa in Zukunft gezielt freie Plätze den sich in unmittelbarer Nähe befindlichen Passanten anbieten. Dabei kann die Lokalisierung der Personen ohne deren Wissen vonstatten gehen. Betritt jemand eine bestimmte Funkzelle, wird ihm quasi automatisch die Botschaft des Anbieters übermittelt. In Großbritannien bietet das Serviceunternehmen "Zagme" bereits jetzt den Kunden einen ganz bestimmten Service. Nach vorheriger Bestimmung der eigenen Interessensgebiete wird dem Handybenutzer ein individuell abgestimmtes Informationspaket zugesandt. Befindet sich der Kunde in der Nähe eines Geschäftes, das mit einem für ihn interessanten Sonderangebot lockt, funkt ihn "Zagme" an und teilt ihm Namen, Lage des Geschäftes und das Angebot mit. Daß derartige Techniken ihre Kritiker haben ist klar. So warnt etwa die Vereinigung "Privacy International" seit längerem vor der Gefahr naiv und unüberlegt in einen Überwachungsstaat a la George Orwells "1984" zu geraten. So setzen etwa nach einem Bericht des Magazins "Der Spiegel" die Polizeibehörden von Bund und Ländern illegal ein Gerät zur Üerwachung von Handy-Besitzern ein. Bundeskriminalamt (BKA) und Bundesgrenzschutz (BGS) haben demnach in den vergangenen Jahren in mindestens 30 Fällen eine mobile Überwachungsanlage namens "IMSI-Catcher" verwendet, für die es keine klare gesetzliche Grundlage gibt. Dieses Gerät horcht quasi die Identitätsnummer des Handys ab. Der Phonetracker wird im September für 99 Euro zunächst nur auf den deutschen Markt kommen. Ob das Produkt zu einem späteren Zeitpunkt auch über Österreich und die Schweiz vertrieben werde, stehe derzeit noch nicht fest, sagte eine Sprecherin des Herstellers gegenüber der Nachrichtenagentur "pressetext deutschland". |