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Keine Verwesung sterblicher Körper?

Jedem Kind ist bekannt, daß nach dem Tod eines Menschen, sein Körper sich zersetzt.
Dies ist aber nicht immer der Fall.  Natürlich schiebt man dies auf die Mumifizierung der Leichen, aber dies ist nicht immer der Fall. 
Auch ein Beispiel der Nicht-Verwesung ist der Ritter Kaleputz bei Brandenburg in Deutschland.

die WFG-Schriftleitung




(Quelle: zugesendet von Detlev K., Artikel aus freenet.de/ Oktober 2001)

Triumph über den Tod

Wer die kleine Kappelle in der Kathedrale von San Frediano in Lucca betritt, dem fällt zunächst der Wohlgeruch auf.  Blütendüfte erfüllen den Raum.  Und in einem gläsernen Sarg mit goldenen Beschlägen ruht eine der beliebtesten und verehrtesten Heiligen der Katholischen Kirche - die Heilige Zita.  Das Leben von Saint Zita begann im Jahre 1218 im Dorf Monte Sagrati.  In armen Verhältnissen aufgewachsen, wurde ihre Barmherzigkeit schnell berühmt.  Als sie im Alter von 60 Jahren starb wurde sie von großen Teilen der Bevölkerung verehrt.

Nach 300 Jahren die Seligsprechung

Doch erst 300 Jahre später entschloss man sich Zita selig zu sprechen.  Ihre sterblichen Überreste sollten hierfür aus ihrer Gruft genommen werden.  Mit ehrfurchtsvollem Erstaunen musste man dann allerdings feststellen, daß ihr Körper völlig unversehrt geblieben war.  Für viele Gläubige ein eindeutiges Zeichen dafür, daß  es sich bei Zita tatsächlich um eine Heilige gehandelt hat. 

100 Fälle der seltsamen Mumifizierungen bekannt

Weltweit sind cirka 100 Fälle dieser Art bekannt.  Mehr als die Hälfte davon in Italien, aber auch in Deutschland, Frankreich, Polen oder Indien wurden Körper entdeckt, denen scheinbar der natürliche Prozess der Verwesung nichts anhaben kann.  Im Mittelalter nannte sie die Katholische Kirche die "Unbestechlichen".

Der nicht einsetzende Verfall des Körpers wurde als Ausdruck größter Reinheit und Seligkeit gedeutet.  In den letzten 15 Jahre ist auf diesem Gebiet viel an Forschungsarbeit geleistet worden.  So hatte auch der Vatikan ein Interesse an der Untersuchung mehrerer dieser Leichen.  So kam es dazu, daß italienische Pathologen mehr als zwei Dutzend dieser Phänomene erforschen konnten - mit höchst unterschiedlichen Ergebnissen.  "Was ist ein Wunder?" fragt einer der führenden Pathologen, Ezio Fulcheri von der Universität Genua.
"Es ist etwas Unerklärliches, ein ganz besonderes Ereignis, das vielleicht in vielen verschiedenen Erscheinungen auftritt."  Die Gründe hierfür mögen mysteriös  erscheinen, "aber sie schließen keine natürlichen Prozesse aus."

Körper der "Unbestechlichen"

Fulcheri experimentiert seit 1986 mit den Körpern der "Unbestechlichen".  So  konnte er die geheimnisvolle Auto-konservierung der Heiligen Margaret von Cortona als eine Tat menschlicher Konservierungskunst entlarven.  In alten Kirchenarchiven wurde er sogar über eine offizielle Bitte um Einbalsamierung der Gemeinde von Cortona an die Kirche fündig.
In späteren Jahrhunderten sei dieses Wissen dann allerdings verloren gegangen und die mysteriöse Selbstkonservierung wurde als göttlicher Akt interpretiert.

Platz für Wunder

Doch nicht alle Körper lassen sich als künstliche Mumien überführen.  Im Fall der Heiligen Zita ist kein menschlicher Eingriff nachweisbar.   Doch ähnlich wie beider Heilige Ubald von Gubbio, die gesegnete Margaret von Savoy und der Heilige Savina Petrilli weist das frühe Grab Zita`s eine Besonderheit auf - sie ruhte unterhalb des Kirchenbodens in einer Gruft.  "Die Temperatur in diesen Grüften ist relativ niedrig und Sommer wie Winter konstant", erklärt Fulcheri.