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Iraker
wollen
"starken Führer" |
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Der WFG-Kurz-Report vom 19.03.2004 |
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(Quelle:WDR.de) Sehnsucht nach dem
"starken Führer"
ARD veröffentlicht große Irak-Umfrage Knapp ein Jahr nach dem Sturz Saddam Husseins blickt die Mehrheit der Iraker zwar optimistisch in die Zukunft. Aber ihr Vertrauen in die Demokratie schwindet. So lauten zwei Ergebnisse einer Umfrage, die im Auftrag von ARD und den Partnern ABC, BBC und NHK im Februar durchgeführt wurde. Es herrscht weitgehende Unsicherheit über die politische Perspektive des Landes. Immer mehr Iraker setzen ihre Hoffnungen auf einen "starken Führer" statt auf eine demokratische Regierungsform. Bei der letzten Umfrage im Herbst 2003 lag die Demokratie noch deutlich vor dem "starken irakischen Führer". "Offensichtlich halten viele Iraker die Demokratie für ein schönes Ideal, trauen ihr aber nicht zu, die konkreten Probleme der Menschen zu lösen", erläutert Arnd Henze, stellvertretender Auslandschef und verantwortlicher Redakteur beim WDR. Die Umfrage wurde im Februar 2004 nach wissenschaftlichen Maßstäben von irakischen Befragern durchgeführt, die dafür trainiert wurden. Befragt wurden 2.737 repräsentativ ausgewählte Iraker über 15 Jahren. Die Interviews konnten trotz der angespannten Sicherheitslage durchgeführt werden. Das renommierte Institut "Oxford Research International" hat große Erfahrung mit Untersuchungen in Übergangsgesellschaften. Die Kooperation von ARD (Deutschland), ABC (USA), BBC (Großbritannien) und NHK (Japan) dokumentiert die politische Unabhängigkeit der Umfrage: Die vier Sender repräsentieren Länder, die sich im Irak-Konflikt unterschiedlich verhalten haben. |
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Unsere Meinung: Aus den Medien wissen wir, dass
es sich bei Saddam Hussein um einen
"blutrünstigen Diktator" gehandelt haben soll. Entspricht
dies auch der Wahrheit?
Und warum wollen die Iraker wieder einen "starken Führer", statt
einer
"freiheitlichen" Demokratie mit 10 oder 20 Parteien? Wer die
Geschichte des Irak nicht kennt, wird auch die Iraker und ihre
Ansichten nicht verstehen können. Von 1918 bis 1968
kämpften die Iraker für ihre Freiheit gegen das Britische
Imperium. Von 1981 bis 1988 kämpften die Iraker gegen den
Iran, um ihre Freiheit zu behalten.
Von 1990 bis 1991 kämpften die Iraker gegen 42 Länder für ihre Freiheit und Unabhängigkeit. Und vom 20.März 2003 bis heute kämpfen täglich viele Iraker wieder für ihre Freiheit, wie schon ihre Großväter, gegen den Imperialismus und Kapitalismus. Wer sich über die wahre Geschichte des Iraks eine Meinung machen will, dem empfehlen wir das Manuskript "IRAK-das verratene Land". Mehr dazu in unserem WFG-Shop. |