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Alliierte
Sabotageakte zu Beginn
des 2ten Weltkrieges |
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Zu den kriegerischen Mitteln,
mit denen die Gegner Deutschlands im 2ten
Weltkrieg die Demoralisierung des deutschen Volkes zu erreichen gesucht
haben, gehört u.a. die Sabotage, vor deren Anwendung England
allerdings schon in Friedenszeiten nie zurückgeschreckt ist.
Dieser Krieg jedoch, den man auf seiten Englands ohne große
eigene Opfer, sondern unter Ausnutzung fremder Völker, durch
Hungerblockade und durch eine hemmunglose Propaganda nach dem Muster
des ersten Weltkrieges zu gewinnen hoffte, galt der Vorbereitung und
Durchführung von Anschlägen aus dem Dunkel.
Nachdem die alliierte Politik
zur Teilnahme anderer Staaten, und
insbesondere die Hereinziehung der Sowjetunion in den Krieg gegen
Deutschland nicht geglückt war, strebten England und die
damaligen französischen Machthaber danach, durch Sabotageakte
größten Maßstabes die Versorgung Deutschlands mit
Lebensmitteln und Rohstoffen, vor allem mit Erdöl aus dem
Südosten, zu verhindern. Nachdem
Überredung, Drohung und Erpressung nicht den erwarteten
Erfolg gehabt hatten, die Balkanstaaten zur Unterbrechung des
Warenaustausches mit Deutschland zu veranlassen, griffen die
Demokratien zu dem Mittel der Sabotage.
Die im November 1939 an der
holländischen Grenze erfolgte
Verhaftung zweier maßgeblicher Agenten des britischen
Intelligence Service für Europa und die Aussagen, die beide
über die Methoden dieser britischen Spionage- und
Sabotageorganisation machten, erbrachten bedeutsame Enthüllungen
über die Art, in der England bei der Durchführung seiner
Aktionen vorgegangen ist. Die Erklärungen des einen Agenten,
Captain Stevens, brachten beispielsweise auch die Enthüllung
zahlreicher Anschläge, die bereits vor dem Kriege, in der Zeit vom
November 1937 bis zum November 1938 auf zahlreiche deutsche,
italienische und japanische Schiffe verübt worden waren.
Schon damals erregte es den Verdacht der deutschen
Untersuchungsbehörden, daß niemals ein englisches Schiff
sich unter den durch Sabotageakte betroffenen Objekten befand.
Wie sich dann herausstellte, war der Haupttäter dieser
Anschläge der deutsche Auswanderer Pötzsch, Auftraggeber war
der Intelligence Service. Pötzsch wurde übrigens durch
Urteil des Kopenhagener Stadtgerichts am 29. Juni 1939 wegen Spionage
für England zu einer Freiheitsstrafe verurteilt.
Die Sabotageakte, die
Deutschlands Gegner zu Beginn des 2ten
Weltkrieges anstifteten, vorbereiteten und durchführten bzw.
durchzuführen beabsichtigten, zeugten nicht nur von einer
beispiellosen Nichtachtung vor Völkerrecht und Neutralität,
sie waren ein Verbrechen ohne Rücksicht auf Eigentum und Leben
neutraler Bevölkerung.
Bereits im Dezember 1939
ereigneten sich im rumänischen
Erdölgebiet die ersten Sabotageakte größeren
Stils. Am 8. Dezember 1939 war bereits der fünfte
große Brand zu verzeichnen, der diesmal in der Raffinerie
Apollon-Petrol in Targoviste angelegt wurde. Dem Anschlag fielen
eine moderne Anlage sowie12 Waggons Paraffin und etwa 3 Waggons
Gasöl zum Opfer.
In der rumänischen Öffentlichkeit, in der man, auf Veranlassung von amtlicher Seite, zunächst große Zurückhaltung über die möglichen und tatsächlichen Ursachen der Brände gewahrt hatte, wurde nunmehr bereits von englischer Sabotageakte gesprochen. Die Tatsache, daß in den von den Anschlägen betroffenen Gebieten stets kurze Zeit vorher englische "Kaufleute", "Ingenieure" usw. aufgetaucht waren, bestätigte die über die Ursache der Sabotageakte gesammelten Untersuchungsergebnisse. Abgesehen davon, daß die
Frage, wer an den Zerstörungen im
rumänischen Erdölgebiet das stärkste Interesse haben
konnte, eindeutig auf England wies, wurde von zuständiger
britischer Seite selbst unmißverständlich die Urheberschaft
an den Sabotageakten zugegeben. So schrieb Ende Dezember 1939 die
"Petroleum Times" in einem Aufsatz, in dem auf eine Debatte im
britischen Unterhaus über die Bedeutung des rumänischen
Erdöls hingewiesen worden war: "Wir
müssen den Handel mit Südosteuropa unter politischen oder
strategischen Gesichtspunkten betrachten. Jedes Kilogramm Weizen
und jede Gallone Öl, die uns Rumänien schickt, geht
Deutschland verloren und hat aus diesem Grunde strategischen
Wert." Die Betrachtung über die Bedeutung der
rumänischen Erdöllieferungen an Deutschland wurde mit der
bezeichnenden Feststellung beendet:
"Ich glaube, wir haben noch nicht alles getan, was zu tun ist."
Diese Äußerung, die im übrigen der damalige Abgeordnete M.P. Price im Unterhaus tat, wies unverkennbar auf die Forderung nach einer Intensivierung der Sabotage im rumänischen Erdölgebiet hin, um Deutschland die wichtigsten Zufuhren abzuschneiden. Die britischen Anschläge scheiterten in der folgenden Zeit zunächst an Maßnahmen, die von rumänischer Seite zur Verhinderung weiterer Sabotageakte durchgeführt worden waren. Am Ostersonnabend 1940 begann jedoch bereits eine neue Serie von Anschlägen mit zahlreichen Explosionen und Bränden, von denen besonders die Sonde Nr.4 der Petroleum-Gesellschaft Creditul Minier in Harsta bei Ploesti, die Sonde der Steaua Romana und die Sonde II in Morei bei Ploesti schwer betroffen wurden. Die Untersuchungsergebnisse ergaben, daß es sich um Sabotageakte handelte. Doch nicht nur auf
Rumänien erstreckten sich die Anschläge
der Westmächte, um Deutschland wichtige Zufuhren
abzuschneiden.
Bereits am 13. Dezember 1939 ereigneten sich in Jugoslawien Sabotageakte großen Ausmaßes. So brannten unter anderem in Djakowo (Syrmien) und in Torscha (Batschka) zwei große Hanffabriken mit den gesamten Vorräten nieder. Von jugoslawischer Seite wurde in Verbindung mit diesen Anschlägen darauf hingewiesen, daß der Direktor des Londoner Internationalen Pfadfinderbüros, John Wilson, der als Hauptagent des britischen Geheimdienstes in Jugoslawien galt, kurz vorher sowohl in Syrmien als auch in der Woiwodina weilte. Von sensationellem Charakter
waren die Enthüllungen, die am 9.
April 1940 über einen groß angelegten, ungeheuerlichen
Sabotageversuch des mit Unterstützung englischen Militärs
arbeitenden Intelligence Service der Welt bekanntgegeben wurden.
Ziel dieses Sabotageversuches war die Sperrung der Donau für den
Wirtschaftsverkehr nach Deutschland. Über diesen Versuch
wurden unter anderem folgende Einzelheiten bekanntgegeben:
Am 5. April 1940 wurde bekannt, daß unter Begleitung englischer Schnellboote die Schlepper "Britannia", "Elisabeth", "Danubia", "Shell I", "King George", "Scottland", "Lord Byron", ferner ein von England gechartertes griechisches Schiff "Dyonisia" mit vier Schleppkähnen und "Albion" mit 5 Kähnen sich auf einer Fahrt donauaufwärts befanden. Über Aufgabe, Ladung und Besatzung war durch Indiskretion englischer Besatzungsmitglieder unter anderem folgendes bekanntgeworden: An Bord der englischen Schiffe befanden sich in großen Mengen Waffen, Signalgeräte, Wasserbomben, Minen, ferner leere Kartuschen und mehrere tausend Kisten Dynamit, ferner über 100 als Matrosen getarnte, mit Sonderpässen versehene englische Spezialsoldaten, 5 englische Offiziere, technisches Personal englischer Sprengabteilungen und Pioniere. Die Ladung war als Transitgut deklariert, und der Leiter des Unternehmens wurde als ein als englischer "Vizekonsul" getarnter Chef des Intelligence Service in Rumänien entlarvt. Das Unternehmen, das in allen Einzelheiten militärisch aufgezogen war, hatte die Aufgabe, die Donau für den Wirtschaftsverkehr nach Deutschland an einzelnen Stellen unbrauchbar zu machen, um auf diese Weise den Handel zwischen den Südoststaaten und Deutschland zu stören. Unter Mißbrauch diplomatischer Rechte und unter Fälschung der geltenden Regeln des zwischenstaatlichen Wirtschaftsverkehrs und Bruch der Neutralität der Südoststaaten versuchte England einen schamlosen, jedem Völkerrecht hohnsprechenden Akt der Sabotage und Vergewaltigung neutraler Staaten. Rumänische Überwachungsorgane sahen sich auf Grund der bekanntgewordenen Einzelheiten veranlaßt, die verdächtigen Schiffe in dem Donauhafen Giurgiu festzuhalten und zu untersuchen. Die Untersuchung bestätigte vollauf den gehegten Verdacht. Allein auf einem Schiff wurden in über 400 plombierten und als Transitgut deklarierten Kisten große Mengen hochempfindlichen Sprengstoffes entdeckt... Wie die Untersuchungsergebnisse
weiter ergaben, sollten mehrere
Uferstellen der Donau und die Katarakte in die Luft gesprengt und die
Lastkähne in der Fahrtrinne versenkt werden. Ferner sollten
einige Teile der Donau mit Minen verseucht und die Fahrtrinne durch
Werfen von Wasserbomben verschüttet werden.
Der ungeheuerliche Anschlag wurde nur durch den Zugriff der rumänischen Sicherheitsbehörden verhindert. Bereits einen Monat später
erfuhr die Weltöffentlichkeit von
einer neuerlichen Enthüllung britischer Sabotageabsichten, diesmal
im Norden Europas.
Anfang Mai 1940 kam die Stockholmer Polizei einem riesigen Geheimlager von Brandbomben und Sprengstoffen auf die Spur, das in einem von dem englischen Staatsangehörigen Alfred Frederic Rickmann gemieteten Keller entdeckt wurde. In der Wohnung des britischen Agenten wurden allein 6 große Koffer mit außerordentlich starkem und gefährlichem Sprengstoff gefunden. Insgesamt wurden sichergestellt: 190 kg Sprengstoff, 300 Zeitzünder, 324 Brandbomben, 20 Zündhütchen, 8 geladene Minen, 8 Minenzünder, 100 m Zündschnur, von denen 60 m bereits mit Zündhütchen versehen waren, 11 elektrische Sprengstoffauslöser, 4 Zünduhren und weiteres mechanisches Sprengmaterial. Die Verhaftung des Engländers erfolgte gemeinsam mit seiner schwedischen Sekretärin wegen Verdachts der Vorbereitung von Sprengstoffsabotage. Neben diesen Sabotageakten und
-versuchen, die dem Ziel dienen sollten,
die Ausfuhr wichtiger Rohstoffe nach Deutschland zu unterbinden
beziehungsweise zu beeinträchtigen, bereitete England Sabotageakte
und Anschläge vor, mit denen Deutschland belastet und in den
betroffenen Ländern diffamiert werden sollte.
Die Reichsregierung teilte am
3. Juni 1940 den Regierungen von USA.,
Mexiko und Panama mit, daß sie aus zuverlässiger Quelle die
Meldung erhalten hatte, daß der britische Geheimdienst eine
große Anzahl von Agenten nach Mittelamerika, vornehmlich Mexiko
und Panama, entsandte, um Zwischenfälle vorzubereiten, die nach
den Wünschen ihrer Urheber in den Vereinigten Staaten eine
feindselige Haltung gegen Deutschland hervorrufen sollten. Nach
den der Reichsregierung zugegangenen Informationen handelte es sich
dabei um zwei Pläne:
1. Versuch der Kompromittierung Deutschlands durch erfundene Enthüllungen angeblich deutscher Komplotte in Mexiko, 2. Sabotageakte des englischen Intelligence Service gegen den Panamakanal, die Deutschland zugeschoben werden sollten. Das Auswärtige Amt gab den genannten Regierungen von diesen Informationen Kenntnis mit dem Anheimstellen, die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um diesen Aktionen des englischen Geheimdienstes vorzubeugen. Die ungeheuerlichsten
Enthüllungen über Sabotagepläne
und - vorbereitungen der Alliierten zu Beginn des 2ten Weltkrieges
erbrachten jedoch die Geheimdokumente, die den deutschen Truppen aus
dem zertrümmerten Eisenbahnwagen in der Stadt Charité in
Frankreich in die Hände fielen. Es handelte sich um
Geheimakten des französischen Generalstabes, die schnelle deutsche
Truppen in den Trümmern des Eisenbahnwagens fanden. Die
Echtheit dieser Geheimakten wurde von ausländischen und neutralen
Zeugen bestätigt und ließ daher auch keine Ableugnung und
keine Entstellung zu.
Von besonderer Wichtigkeit sind hier einzelne Dokumente, die in unwiderlegbarer Weise die Vorbereitungen enthüllten, einerseits unter unerhörtem Bruch des Völkerrechts und der Neutralität der Sowjetunion die russischen Erdölgebiete und -anlagen im Kaukasus zu zerstören, und andererseits Anschläge auf die rumänischen Erdölquellen zu verüben. Einige dieser Dokumente sollen nachstehend im Wortlaut oder auszugsweise wiedergegeben werden: Telegramm des Generals Weygand an General Gamelin vom 7. März 1940:
Ein weiteres bezeichnendes Dokument ist eine handschriftliche Aufzeichnung des damaligen französischen Ministerpräsidenten Daladier vom 19. Januar 1940, die folgendermaßen lautet:
Im April 1940 waren die Sabotagepläne bereits konkretisiert. Besonders bedeutsam ist hierfür eine Niederschrift über eine Abrede zwischen den französischen und englischen Generalstäben der Luftwaffe vom 5. April 1940, die folgendermaßen lautet:
In einem Bericht des Generals
Weygand an den Oberkommandierenden der
Französischen Luftwaffe vom 17. April 1940 wurde dann bereits der
Stichtag für die Aktion gegen die russischen Erdölfelder im
Kaukasus, und zwar für Anfang Juli 1940, festgestellt. In
diesem Dokument werden zahlreiche Einzelheiten über die bereits
getroffenen Vorbereitungen angeführt und betont, daß sich
die Frist, innerhalb der die geplanten Aktionen durchgeführt
werden könnten, schon abschätzen ließe. Am Ende
des aufschlußreichen Berichtes heißt es unter anderem,
daß die Ausführung der Aktion Ende Juni/Anfang Juli
stattfinden solle, und daß sie nur wenige Tage andauern und in
der massierten Bombardierung derjenigen Punkte bestehen müsse,
deren Zerstörung durch Spreng- und Brandbomben als besonders
wirksam anzusehen sei.
Über die geplanten und
vorbereiteten Sabotageaktionen im rumänischen
Erdölgebiet ist folgendes Dokument besonders
aufschlußreich. Es handelt sich um einen Bericht des
Sonderbeauftragten der ehemaligen französischen Regierung, Leon
Wenger, vom 1. Oktober 1939, in dem es unter anderem heißt:
Nach weiteren Ausführungen über das zur Durchführung der Sabotageaktion benötigte Personal und Material wird in dem Bericht eingehend auf die Grundsätze und Methoden eingegangen, nach denen vorgegangen werden sollte. Es heißt darin unter anderem:
Mit diesen sensationellen
Enthüllungen aus den Geheimdokumenten des französischen
Generalstabes wurden der ganzen Weltöffentlichkeit
erschütternde und unwiderlegbare Einzelheiten über die
Sabotagemethoden der Alliierten vor Augen geführt. In diesen
Zusammenhang gehört noch ein Dokument, das die an anderer Stelle
bereits wiedergegebenen britischen Sabotageversuche mit dem Ziele der
Sperrung der Donau ergänzend enthüllt.
Es handelt sich um ein Telegramm des französischen Botschafters in Bukarest an das französische Außenministerium vom 28. September 1939, in dem es unter anderem heißt:
Die Verwirklichung dieser
Vorschläge des Bukarester Botschafters sollte dann
tatsächlich mit Hilfe der groß angelegten Sabotageaktion
unter Verwendung zahlreicher Schlepper und Kähne auf der Donau
erfolgen, auf deren Enthüllung vorstehend bereits eingehend
eingegangen wurde.
Die Auffindung und Veröffentlichung der Dokumente über die Sabotagemaßnahmen und -pläne veranlaßten das rumänische Innenministerium im Juli 1940 genaue Untersuchungen anzustellen und nach dem Sitz der englisch-französischen Sabotagezentrale in Bukarest zu fahnden. Wie das rumänische Innenministerium am 27. Juli 1940 zu der Ausweisung einer Reihe führender Ingenieure und Direktoren zweier französischer Petroleumgesellschaften wegen Sabotage amtlich verlautbarte, war es ihm gelungen, 12 von den in den veröffentlichten Dokumenten angegebenen Personen zu identifizieren und festzustellen, daß sie zu der Sabotageabteilung gehörten, die auf dem Gebiet des rumänischen Staates organisiert war. In dem Bukarester Sitz der französischen Petroleumgesellschaft Colombia wurde eine Haussuchung vorgenommen, bei der in den Kellerräumen der Generaldirektion unter anderem zwei Lastwagenladungen Zündschnüre gefunden wurden. Die rumänische Regierung traf alle Maßnahmen, um jeden weiteren Sabotageversuch von vornherein zu verhindern. Dies waren u.a. alliierte
Methoden der 'humanen' Kriegsführung:
Sabotageaktionen unter Bruch des Völkerrechts und der Neutralität, Vorbereitung unter Leitung diplomatischer Vertreter und unter Verwendung eines riesigen Apparates von Agenten und die Durchführung ohne Rücksicht auf das Leben und Eigentum der betroffenen neutralen Bevölkerung, für deren Freiheit u.a. die Alliierten vorgaben zu kämpfen. die WFG-Schriftleitung |
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